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14.03.2023 > DOWNLOAD PDF
Oberschwäbischer Kunstpreis 2023 für Isa Dahl, Jürgen Knubben und Willi Siber

Im Jahr 2023 zeichnet der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) drei verdiente Kunstschaffende in Anerkennung ihres Gesamtwerks mit dem Oberschwäbischen Kunstpreis aus: die Malerin Isa Dahl und die Bildhauer Jürgen Knubben und Willi Siber.

Der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke, dem der Alb-Donau-Kreis, der Landkreis Biberach, der Bodenseekreis, die Landkreise Freudenstadt, Ravensburg, Reutlingen, Rottweil und Sigmaringen sowie der Zollernalbkreis angehören, hat sich - neben der Sicherung der Energieversorgung - die Förderung von Kunst und Kultur auf die Fahnen geschrieben. Der Oberschwäbische Kunstpreis, der 1951 von den Landkreisen Biberach, Ravensburg, Saulgau und Wangen gestiftet wurde, zählt zu den traditionsreichsten Kulturpreisen in Deutschland. Seit 1976/77 wird der mit 15.000 Euro dotierte Kunstpreis vom Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke als Anerkennungspreis oder als Förderpreis verliehen, zuletzt im Jahr 2022. Die drei Künstler, die im Jahr 2023 ausgezeichnet werden - sie stammen aus dem Verbandsgebiet der OEW -, haben sich weit über die Grenzen Oberschwabens hinaus um Kunst und Kultur verdient gemacht. Die Malerin Isa Dahl lebt in Stuttgart, der Bildhauer Jürgen Knubben in Rottweil und der Bildhauer Willi Siber in Eberhardzell-Dietenwengen (Landkreis Biberach). Der Zweckverband OEW würdigt mit der Verleihung des Oberschwäbischen Kunstpreises an Isa Dahl, Jürgen Knubben und Willi Siber deren herausragende Verdienste um die Bildende Kunst wie auch um die Kunstvermittlung und Kunstpädagogik. Die aus Ravensburg stammende Malerin Isa Dahl (Jahrgang 1965), die an den Kunstakademien in Stuttgart und Düsseldorf studiert hat, wurde bereits 1997 mit dem Oberschwäbischen Kunstpreis der Jugend (Förderpreis) ausgezeichnet. Ihr umfangreiches malerisches Oeuvre verschafft ihr in der Kunstszene eine signifikante Ausnahmestellung. Unverkennbar ist ihr individueller, ausdrucksstarker Malstil, der sie als Virtuosin der Pinselführung ausweist. Ihre gestisch gestalteten, dynamisch bewegten Kompositionen aus Wellen und Schlaufen - vernetzt und verschlungen -, die Assoziationen an organische oder auch textile Strukturen zulassen, erwecken die Illusion räumlicher Tiefe. Die Leuchtkraft der lasierend aufgetragenen Ölfarben verleiht den raffiniert komponierten Geflechten und Geweben optische Sogwirkung. Dabei geht es der Künstlerin, die sich vom Illusionismus des oberschwäbischen Barock beeinflusst sieht, in erster Linie um die sich im Malprozess konkretisierenden Formen an sich: absolute Malerei in Reinkultur. Der Künstler Jürgen Knubben (Jahrgang 1955) stammt aus Rottweil. Als passionierter Bildhauer hat der studierte Theologe eine konstruktive Formensprache entwickelt, die auf das Prinzip der Reduktion setzt. Für seine Plastiken und Reliefs, die vielfach ihren Platz im öffentlichen Raum gefunden haben, nutzt er die spezifische Ausdruckskraft des industriellen Werkstoffs Stahl. In Jürgen Knubbens Kunstproduktion gehen Mathematik und Philosophie, Theologie und Ästhetik eine komplexe Verbindung ein. Auf hintersinnige Weise spielt er mit archetypischen Motiven wie Haus und Turm, Pyramide, Obelisk oder Säule. Man hat seinen Formenschatz treffend als "Elementarkasten der Welt" bezeichnet. Als Geschäftsführer des Rottweiler Kunstvereins Forum Kunst und als Ausstellungskurator setzt Jürgen Knubben landesweit Akzente im Kulturbetrieb. Der Künstler Willi Siber wurde 1949 in Eberhardzell geboren. Nach dem Studium an der Universität und an der Kunstakademie in Stuttgart hat er sich als Maler etabliert und in der Folge als Bildhauer profiliert. Willi Siber zählt zu den kreativsten Künstlern seiner Generation. Die Vielfalt der von ihm genutzten Werkstoffe - er arbeitet mit Holz ebenso wie mit Stahl, mit Epoxidharz genauso wie mit Chromlack - und die Bandbreite der von ihm entwickelten Ausdrucksformen suchen in der aktuellen Kunstproduktion ihresgleichen. Seine Skulpturen, Tafelobjekte und Installationen zeichnen sich durch einen geradezu barocken Formen- und Farbenreichtum aus. Durch experimentelle Gestaltung entsteht eine Gattungsgrenzen sprengende Bild-Raum-Kunst, die faszinierende optische (und haptische) Erfahrungen hervorruft. Die drei Preisträger (re)präsentieren mit ihren künstlerischen Arbeiten die im OEW-Verbandsgebiet verbundenen Kulturräume im Kunstbetrieb der Gegenwart. Auf exemplarische Weise hat der designierte Preisträger Willi Siber das regionale Fundament seines Kunstschaffens hervorgehoben: "Mein Leben in Oberschwaben ist ein bewusstes Bekenntnis zu Land und Leuten. Meine Verbundenheit und meine Zugehörigkeit gibt mir die nötige Bodenhaftung, um international tätig sein und Weltoffenheit leben zu können." Der Dualismus von Bodenhaftung und Weltoffenheit ist ein konstitutives Merkmal im Spektrum der kulturellen Leistungen, die mit der Vergabe des Oberschwäbischen Kunstpreises gewürdigt wurden und werden. Der Oberschwäbische Kunstpreis 2023 wird am 21. September im Museum Villa Rot in Burgrieden-Rot (Landkreis Biberach) an Isa Dahl, Jürgen Knubben und Willi Siber verliehen. Das Museum Villa Rot verdankt einer Zustiftung des Bildhauers Willi Siber die Erweiterung durch eine moderne Kunsthalle. Anlässlich der Preisverleihung werden in einer "Pop-up-Ausstellung" aktuelle Arbeiten der drei Künstler präsentiert. Im Rahmen der Feierstunde führt die Kunsthistorikerin Dr. Sabine Heilig ein Kunstgespräch mit den Preisträgern.

Pressekontakt:
Bernhard Rüth
Kunstbeauftragter des Zweckverbands Oberschwäbische Elektrizitätswerke
Friedenstraße 6
88212 Ravensburg
Tel.: 0741 244-332; 0151 520543680
E-Mail: bernhard.rueth1@landkreis-rottweil.de